Traditionell werden CDOs als cash-CDOs gehandelt. Mit dem Kauf einer Tranche erhält man als Ausgleich für seine Investition einen Anteil am Zahlungsstrom, der aus den Kreditverträgen im Pool resultiert. Einzelne Tranchen der CDOs repräsentieren dabei die unterschiedliche Abstufung der Risiko/Return Klassen. So übenehmen die  Equity Tranchen zum Beispiel das Risiko der ersten Ausfälle aus dem Pool.

Das rasante Wachstum im Markt für Kreditderivate führte bald zur Auflage einer weiteren Form an CDOs, die synthetischen CDOs. Diese bestehen nicht aus dem Verkauf des Risikos und der Zahlungen aus einem Kreditportfolio, sondern aus dem Verkauf von Cashflows und Risiken von credit default swaps (CDS) auf verschiedene Kredite. Auch dort werden die Ausfallsrisiken in verschiedene Tranchen aufgeteilt. Der Käufer einer Tranche erhält einen Anteil am Cashflow, welcher durch den Verkauf der CDS erzielt wird und muss im Gegenzug dem Verkäufer dafür Ausgleichs- zahlungen leisten, falls ein Kredit aus seiner Tranche ausfällt.  

So erhält der Käufer einer 3- bis 7%-Tranche beispielsweise Zahlungen aus dem zugrunde liegenden Kreditpool, solange die Ausfälle des Kreditpools die Marke von 3% nicht überschreiten. Fallen 3 bis 7% der Kredite aus, verringern sich die Zahlungen an den Käufer in Abhängigkeit der Ausfälle. Erreichen die Kreditausfälle des Kreditpools 7% so erhält der Käufer fortan keine Zahlungen mehr.

Zur Bewertung von CDOs schlägt Benoist & Company Folgendes vor:

1. Eine implizite Ausfallswahrscheinlichkeit von einzelnen Krediten wird aus den Preise entsprechender credit default swaps abgeleitet.

2.Durch Korrelationsannahme wird daraus eine gemeinsame Verteilung der Ausfallwahscheinlichkeiten bestimmt.

3. Aus der zugehörigen Verteilungsfunktion werden durch Konstruktion oder Simulation die Preise der CDOs bestimmt.

4. Anhand der Marktpreise kalibrieren sich durch Optimierung der Korrelationsparameter die CDO-Preise.

                                                                                              

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